Rote Listen
Rote Listen sind vor allem ein politisches Hilfsmittel des Naturschutzes und liefern Argumente für die Planung von Arten- und Biotopschutzmaßnahmen. Für Deutschland in seinen früheren und heutigen Grenzen wurden Rote Listen für Wildbienen erstmals von Rühl (1977), später von Warncke & Westrich (1984) und Westrich et al. (1998) erstellt.
2004 begann, initiiert durch das Bundesamt
für Naturschutz
,
ein intensiver Gedankenaustausch im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des
Kriteriensystems der Roten Listen. Im Fall der Bienen wurde im August 2008 die 4. Fassung der Roten Liste
der Bienen Deutschlands vorgelegt, die auf den Vorgaben des Bundesamtes für Naturschutz basiert. Sie wurde in Heft 3 der Zeitschrift Eucera als eigenständige Publikation publiziert. Die geplante Buch-Veröffentlichung durch das BfN ließ auf sich warten. Erst 2011 wurde der Erstbearbeiter gebeten, vor einer Veröffentlichung durch das Bundesamt Änderungen an der seit 2008 dem Bundesamt vorliegenden Manuskript vorzunehmen, wie z.B. eine Prüfung der Verantwortlichkeit Deutschlands für Bienenarten. Der Erstbearbeiter nahm dies zum Anlaß, auch die übrigen Kriterien für die Einstufung der einzelnen Arten zu prüfen, um jüngsten (negativen) Entwicklungen im Bestand einiger Arten Rechnung zu tragen. Hieraus ergaben sich bei einigen Arten Änderungen bei den Kriterien und in der Einstufung und folglich eine neue, nämlich die 5. Fassung.
Am 2. August 2012 wurde die neue Rote Liste der wirbellosen Tiere Deutschlands der Presse vorgestellt. Unter den 17 in Band 3 behandelten Tiergruppen finden sich auch die Bienen, deren Rote Liste nun in der 5. Fassung (Stand Februar 2011) vorliegt. Mit der Roten Liste wurde gleichzeitig auch eine Gesamtartenliste publiziert.

Das Werk ist im Landwirtschaftsverlag erschienen.
Das vollständige Zitat lautet:
Margret Binot-Hafke, Sandra Balzer, Nadine Becker, Horst Gruttke, Heiko Haupt, Natalie Hofbauer, Gerhard Ludwig, Günter Matzke-Hajek & Melanie Strauch (Red.) (2011): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 3: Wirbellose Tiere (Teil 1). Bundesamt für Naturschutz, Bonn-Bad Godesberg. - Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (3), 716 S., Euro 49,95. ISBN 978-3-7843-5231-2
Die Pressemitteilung zum Erscheinen von Band 3 ist auf dieser Seite nachzulesen.
Das Zitat der Roten Liste der Bienen lautet:
Paul Westrich, Ulrich Frommer, Klaus Mandery,, Helmut Riemann, Heike Ruhnke, Christoph Saure & Johannes Voith: Rote Liste und Gesamtartenliste der Bienen (Hymenoptera, Apidae) Deutschlands. 5. Fassung, Stand Februar 2011. Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (3), 2012 (2011), S. 373-416. Bundesamt für Naturschutz.
Diese Angaben mögen zunächst genügen. Sobald wie möglich werde ich die Rote Liste mitsamt der Gesamtartenliste an dieser Stelle präsentieren.
18. August 2012


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