Zeichnungen von Hautflüglern
Die Familie Cimbicidae enthält einige stattliche, fast hornissengroße Arten. Die Larven leben an Blättern von Laubbäumen, die hier gezeichnete Art an Birken.
Über diese seltene Pflanzenwespe, die an Hahnenfuß (Ranunculus) gebunden ist, habe ich 1982 berichtet.
Diese Wespe mit ihren weit unter den Augen ansetzenden Fühlern gehört zur Familie der Orussidae, einer artenarmen Hautflüglergruppe. Einzigartig unter den Pflanzenwespen ist die parasitische Lebensweise bei Larven von Pracht- und Bockkäfern.
Die etwa 15 mm große Töpferwespe der Familie Eumenidae töpfert aus Lehm urnenförmige Zellen, in die sie als Futtervorrat für je einen Nachkommen mehrere mit ihrem Giftstachel gelähmte Spannerraupen einträgt.
Diese Keulenwespe, über deren Biologie ich 1983 berichtet habe, schmarotzt ausschließlich bei Osmia (=Heriades) truncorum und O. crenulata. Da ich das Original vor einigen Jahren verschenkt habe, mußte ich hier ein Foto der in Westrich (1983) publizierten Zeichnung verwenden.
Die 7-8 mm große Wegwespe wurde von K. Schmidt 1975 am Rotenfels bei Bad Münster am Stein erstmals für das Gebiet der damaligen Bundesrepublik Deutschland nachgewiesen. Die Zeichnung ist in der 1985 erschienenen Publikation von K. Schmidt & P. Westrich über die Stechimmenfauna dieses Gebiets enthalten.
Diese in Deutschland sehr seltene Grabwespe jagt Waldschaben als Beutetiere (Langhals-Schabenjäger), die sie in einen vorhandenen Hohlraum (Totholz, alte Eichengallen) für die Versorgung ihrer Brut einträgt.
Dies ist meine allererste Zeichnung. Ich hatte diese sehr seltene Bienenart, die bei der ebenfalls sehr seltenen Sandbiene Andrena ferox schmarotzt, für die Publikation meiner Dissertation 1980 angefertigt.
Die nur 9 mm große Kegelbiene gehört zu den sogenannten Kuckucksbienen, die selbst keine keine Nester bauen, sondern ihre Eier in die Brutzellen ihrer oft artspezifischen Wirtsbienen schmuggeln. Der Wirt von C. afra ist die xerothermophile Blattschneiderbiene Megachile pilidens.
Die nur 6 mm große, in Deutschland recht häufige Scherenbiene ist auf Glockenblumen als Pollenquellen spezialisiert. Sie baut ihre Nester in verlassenen Käfer-Fraßgängen in totem Holz und ähnlichen Hohlräumen (Schilfhalme, Nisthilfen aus Holz).
Diese hübsche Wildbiene schmarotzt ausschließlich bei Vertretern der Bienengattung Colletes, v.a. Colletes similis.
Das nur 4 mm große Sandsteppenbienchen kommt in Deutschland nur auf den wenigen noch vorhandenen Binnendünen in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern vor. Es besucht dort vor allem den Sand-Thymian (Thymus serpyllum) und den Felsen-Mauerpfeffer (Sedum reflexum). Wie viele Bewohner trocken-warmer Steppen weist das Bienchen eine hellbelbe Färbung auf, ein Schutz gegen zu starke Aufheizung des Körpers. - Da ich das Original vor Jahren verschenkt habe, habe ich hier ein Foto des Andrucks der in Westrich & Schmidt (1985) publizierten Zeichnung verwendet.
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